Zugang, Relevanz, Mandate: Was wirklich zählt

Jan 04, 2026

Sichtbarkeit und Zugang

Sichtbarkeit und Zugang sind zentrale Währungen auf dem Weg in Aufsichts- und Beiräte. Genau hier setzt unser Board Readiness Programm an, das wir in Kooperation mit der Management Alliance durchführen.

In zwei Präsenztagen arbeitest du gemeinsam mit einer Kommunikationsexpertin an deiner Positionierung für ein Mandat, erhältst von einem erfahrenen Personalberater Einblicke in deine individuellen Möglichkeiten und vernetzt dich mit erfahrenen Aufsichtsrät:innen. Anschließend vertiefst du dein Wissen in fundierten fachlichen Modulen – online im Selbststudium und im Austausch mit Expert:innen.

Das nächste Board Readiness Programm startet am 27. und 28. Februar (nur noch wenige Plätze verfügbar).

Weitere Informationen findest du auf unserer Website oder im 2TOP Brain Snack am 14. Januar von 09:00 Uhr bis 09:30 Uhr.


Ein besonderes Extra für geeignete Teilnehmerinnen ist die kostenfreie Teilnahme am Board Summit am 13. März in München. 


Im Gespräch mit Friedrich Vogel, Director SELECTEAM Board Consulting AG

Friedrich Vogel  ist einer derjenigen, die die Mandatsmechanismen aus der Praxis kennen. Als langjährig erfahrener Experte für die Besetzung von Board-Positionen ist er Sparringspartner von Eigentümern und Vorsitzenden. Als Initiator des Board Summit am 13. März bringt er diejenigen zusammen, die Mandate vergeben – und jene, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen.

Im Interview mit 2TOP teilt er seine Beobachtungen zur Besetzung von Aufsichts- und Beiratsmandaten – und ordnet ein, worauf es jenseits formaler Qualifikation ankommt.

Herr Vogel, viele Frauen sind fachlich „board ready“, bleiben aber ohne Mandat.
Wo sehen Sie heute den größten Engpass auf dem Weg ins erste Aufsichtsrats- oder Beiratsmandat?

  • Mangelnde Sichtbarkeit in relevanten Netzwerken
    Viele qualifizierte Frauen sind zwar präsent auf Social Media, meist auf LinkedIn – dennoch sind sie wenig sichtbar in wirklich relevanten Netzwerken, die zu Aufsichtsrats- oder Beiratsmandaten führen. Ohne gezielte Kontakte zu Mentoren, Sponsoren und potenziellen Mandatsgebern bleiben Chancen oft ungenutzt.
  • Fehlender persönlicher Kontakt zu Entscheidern
    Ein Zugang zu Gatekeepern und Entscheidern ist unabdingbar, da Nominierungen häufig über persönliche Empfehlungen laufen – also über einen eher informellen Weg. Wenn Frauen hier nicht ausreichend sichtbar sind und persönliche Kontakte nicht gezielt aufbauen, werden sie als potenzielle Mandatsträgerinnen nicht wahrgenommen und gelangen zu selten auf die Kandidatenlisten.
  • Wenig Klarheit über das eigene Mandatsprofil
    Oft fehlt eine klare Positionierung. Es wird nicht deutlich, welches Mandatsprofil (Branchenkompetenz, Governance, Risikomanagement, Digitalisierung etc.) angestrebt wird.  Mit diesem Profil sollte sich die potenzielle Kandidatin sichtbar machen (über Vorträge, Veröffentlichungen, als Speaker). Dazu gehört auch die Bereitschaft, über Gehaltsrahmen, Haftung und das Modell der Zusammenarbeit offen zu sprechen. 

Wann ist eine Kandidatin aus Ihrer Sicht nicht nur qualifiziert, sondern besser geeignet für ein bestimmtes Mandat? Woran erkennen Entscheider diese Eignung und wie sollen Frauen diese sichtbar machen?

Kandidatinnen sind wirklich geeignet für ein Mandat, wenn:

  • Im Gremium keine Frauen vertreten sind.
  • Unterschiedliche Perspektiven gefragt sind: Kandidatinnen bringen oft andere Blickwinkel auf Strategie, Risiko und Stakeholder-Management mit, was zu ausgewogeneren Entscheidungen führt.
  • Governance- und Risikokompetenz nicht nur oberflächlich betrachtet werden soll: Frauen bringen oft stärkere Fähigkeiten in Audit, Compliance, ESG und Regulierung mit.
  • Überzeugende Kommunikations- und Moderationsfähigkeit gefragt sind:  Frauen beherrschen eine stabilere Konfliktmoderation, bestehen auf transparente Entscheidungsprozesse und fördern mehr konstruktive Gremienarbeit.
  • Frauen sind die besseren und langfristigeren Werttreiber: Sie legen den Fokus stark auf nachhaltige Wertschöpfung, Reputation und Krisenresilienz.

Entscheider erkennen diese Relevanz nur, wenn Sie die Kandidatin entweder persönlich kennen oder diese mit Ihrer Expertise empfohlen wird. Die reine Sichtbarkeit ergibt sich aus dem Kompetenzprofil.

Wenn Sie Frauen betrachten, die sich in Position für eines der über 400 Mandate, die im kommenden Jahr besetzt werden, bringen wollen: Was sollten sie in den zwölf Monaten davor unbedingt tun – und was eher lassen?

Unbedingt tun:

  • Aufbau eines klaren Mandatsprofils inklusive Branchenfokus, Mehrwert, Governance-Kompetenzen.
  • Teilnahme an strategischen Networking-Events, Mentoring, Sponsored Introductions durch aktive Fürsprecher.
  • Offenlegung von Referenzen, Erfolgsstories und Governance-Erfahrung (Audit, Compliance, ESG, Risikomanagement).
  • Zusammenarbeit mit Vermittlungsplattformen oder Board Beratern, die gezielt weibliche Kandidatinnen unterstützen, zum Beispiel SELECTEAM Board Consulting AG.
  • Transparente Gespräche mit anderen Mandatsträgern (Networking) über Verfügbarkeiten, Vergütung, Haftung und Erwartungen vor dem Nominierungsprozess.

Was eher lassen:

  • Keine Initiativbewerbungen an Nominierungsausschüsse oder andere Entscheider

Der Board Summit am 13. März bringt Suchende und Entscheidende bewusst zusammen. Was genau können Teilnehmer:innen dort erwarten? Welche Gespräche sollten Frauen dort unbedingt führen, wenn sie den Schritt vom „interessanten Profil“ zur konkreten Mandatsoption gehen wollen?

Was Teilnehmende dort erwarten können

  • Klar definierter Mandatsfokus: Überblick über Branchen, Governance-Schwerpunkte, Haftungs- und Vergütungsmodelle.
  • Netzwerkmomente mit Entscheidungsträgern: Gelegenheiten für gezielte Gespräche mit Vorständen, Aufsichtsräten, Governance-Verantwortlichen und Vermittlern.
  • Praxisnahe Formate: Panels, persönliche Diskussion, Workshops, Networking mit Entscheidern
  • Sichtbarkeits- und Matching-Elemente: Workshop zum Anforderungsprofil für den Aufsichtsrat der Zukunft

Wichtige Vorbereitungen, um vom interessanten Profil zur Mandatsoption zu kommen:

  • Mandatsbedarf verstehen: Recherche nach aktuellen Gremienbedarfen, Fokusbranchen, Compliance- und ESG-Schwerpunkten, Regelwerks-Highlights und erwarteten Time-Commitments.
  • Unabhängigkeit, Ethik, und Risikoprofil klären: Wie sieht das Gremium potenzielle Interessenkonflikte, Haftung und Compliance-Standards? Welche Erwartungen gibt es an Reporting und Stakeholder-Management?
  • Wertbeitrag konkret skizzieren: Welche konkreten Mandatsbeiträge kann ich liefern? Welche Kennzahlen (KPIs) habe ich erreicht, welche Transformations- oder Krisenprojekte habe ich gesteuert?
  • Verfügbarkeit und Ressourcen klären: Wie viel Zeit kann ich investieren? Welche Unterstützung (Team, externe Berater) benötige ich?
  • Mandatsmodell und Vergütung definieren: Erwartungen zu Haftung, Vergütung und Vertragsformen.

Tipps für effektive Gespräche vor Ort:

  • Vorab Mandatsprofil mit klarem Fokus parat haben: Branche, Governance-Schwerpunkt, konkrete Beitragstypen.
  • Messbare Erfolge aufzeigen: 2–3 Fallstudien mit KPI-Belegen, Board-Erfahrung, Krisenmanagement.
  • Next Steps vereinbaren: Wer kümmert sich nach dem Summit um Follow-ups, welche Unterlagen werden geteilt.
  • Sichtbarkeit gezielt erhöhen: Mini-Portfolio mit Mandatsprofil, Referenzen, relevante Zertifikate griffbereit haben.
  • Langfristige Perspektive betonen: Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung und Netzwerkarbeit signalisieren.


Wer den Weg ins erste oder nächste Mandat nicht dem Zufall überlassen möchte, findet hier die Gespräche, die Orientierung geben, Türen öffnen – und Perspektiven verändern.

Und das Schöne für euch: Statt 1.300€ zahlen 2TOP und FidAR Frauen nur 990€. Bitte gebt bei der Anmeldung in dem Feld „Nachricht an Veranstalter“ ein: Kontakt von Elke Benning-Rohnke.

👉 Jetzt mit 2TOP Konditionen anmelden: Board Summit | 13. März 2026


Spannende Veranstaltungen, um eure Netzwerke gezielt zu erweitern

Zugang entsteht selten zufällig – meist im persönlichen Austausch, im richtigen Moment und im passenden Kontext.
Die folgenden Veranstaltungen bieten genau solche Gelegenheiten: für Begegnungen, neue Perspektiven und Gespräche, die Orientierung geben und Türen öffnen.

Ein Hinweis in eigener Sache:
Teilnehmerinnen des 2TOP Board Readiness Programms erhalten im Rahmen des Programms Freitickets für den Board Summit. Für alle weiteren Veranstaltungen gelten die unten genannten Community-Konditionen.

Bewerbung für Freitickets unter [email protected]

  • 8. Januar 2026 | München
    FidAR Süd Neujahrsempfang
    Keynote von 2TOP Gründerin Elke Benning-Rohnke
    „Sichtbarkeit von Frauen: zwischen Glanz und Stigma“

  • 4. und 5. Februar 2026 | Schwäbisch Hall
    Gipfeltreffen der Weltmarktführer
    Hier trifft Tatkraft auf Zukunft und die Vordenker und Champions des deutschen Mittelstands diskutieren neue Ideen, Technologien und Chancen. Mit dem Vorteilscode 37D2501846TOPN 15 % sparen oder Bewerbung für eines von vier Freitickets
    Vor Ort: Isabell Rathgeb, 2TOP Regional Lead

  • 27.–28. Februar 2026 | Tegernsee
    2TOP Board Readiness – Präsenztage
    inkl. Freitickets für geeignete Teilnehmerinnen am Board Summit am 13. März in München

  • 13. März 2026 | München
    Board Summit
    Vergünstigte Tickets für 2TOP- und FidAR-Frauen: 990 € statt 1.300 €
    Bitte bei der Anmeldung in das Feld „Nachricht an Veranstalter“ eingeben: Kontakt von Elke Benning-Rohnke

  • 13. März 2026 | München
    SHINE Female Business Summit 2026 – Messe für junge High Potentials
    Vortrag von Elke Benning-Rohnke:
    „Nicht anpassen. Gestalten. Über Karriere, Liebe, Zweifel und Mut“
    Bewerbung für eines von drei Freitickets

  • 28.–30. April 2026 | Tegernsee
    Ludwig-Erhard-Gipfel / Tegernsee Summit
    Konditionen folgen zeitnah

  • 23.–24. September 2026 | Berlin
    MY WAY – The place to meet Deutschlands Mittelstand und Familienunternehmen
    Konditionen folgen zeitnah


 

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